Rundenkampfordnung des Schützenkreis 54

Rundenkampfordnung des Schützenkreis 54 Laubach

Schützenkreis 54 Laubach, Gau 5 Vogelsberg

Kreis und Grundklassen

Die Rundenwettkampfordnung regelt in Verbindung mit der Sportordnung
des Deutschen Schützenbundes die Durchführung der Wettkämpfe innerhalb
der Schützenkreis 54 des Hessischen Schützenverbandes.
Sie kann in den nicht "fett" gedruckten Punkten von dem jeweiligen
Kreisschützentag für ihre Belange verändert werden.

I. Teilnahmeberechtigung

1. Teilnahmeberechtigt an den Wettkämpfen sind nur Schütz(en)innen,
die im Besitz eines gültigen Wettkampfpasses des Hessischen
Schützenverbandes sind.
2. Ersatzschütz(en)innen der Bundes- und Regionalliga die an mehr als
zwei Bundes- oder Regionalligawettkämpfen des DSB teilgenommen haben,
dürfen an keinen Wettkämpfen in den Kreis- und den Grundklassen in der
selben Disziplin teilnehmen.
3. Stammschütz(en)innen der Bundes- Regional- Hessen - Ober und
Gauliga dürfen nicht in den unteren Klassen eingesetzt werden.
3.a Stammschütz(en)innen der Bundes- Regional- Hessen - Ober und
Gauliga müssen namentlich spätestens zu folgenden Terminen des Jahres
an den Rundenwettkampfleiter gemeldet werden.
Meldeschluss Luftdruck- Disziplinen 01. September des Jahres
Meldeschluss Klein- Kaliber- Disziplinen 01. März des Jahres
4. Schütz(en)innen die an Liga- oder Rundenwettkämpfen anderer
Landesverbände teilnehmen,können an den Rundenwettkämpfen des
Hessischen Schützenverbandes in demselben Wettbewerb nicht
teilnehmen.
5. Der Rollstuhl, ohne Armlehne und mit einer Rückenlehne bis 10 cm
unter die Schulterblätter, ist kein Hilfsmittel.
6. Körperbehinderte Teilnehmer/innen dürfen beim Stehendanschlag
ihre im Wettkampfpaß eingetragenen Hilfsmittel verwenden. Der
Federbock ist verboten, die Pendelschnur (Sportordnung 0.7.3.1.1.1) ist
erlaubt.

II. Wettbewerbe und Schußzahlen

Luftgewehr 40
KK-Gewehr Dreistellungskampf 30
Luftpistole 40
Freie Pistole 30
Sportpistole 30
Vorderlader-Langwaffe 15
Vorderlader-Kurzwaffe 15
Laufende Scheibe 10m 40
Luftgewehr Auflage 20 // 1 - 2 pro Scheibe

III. Mannschaftsstärke

Bei den Wettbewerben Freie Pistole, Lfd. Scheibe 10m und
Vorderladergewehr/-kurzwaffe, Luftgewehr Auflage, Luftpistole Auflage,
KK Auflage drei Schütz(en)innen. In allen anderen Wettbewerben vier
Schütz(en)innen.

IV. Wettkampfscheiben

Es müssen Wettkampfscheiben, Scheibenstreifen oder elektronische
Scheiben mit Zulassung des Deutschen Schützenbundes, bzw. des
Hessischen Schützenverbandes verwendet werden.

V. Klasseneinteilung

Alle Wettbewerbe offene Klassen mit vollendeten 14. Lebensjahr unter
Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen des Waffengesetzes.
VI. Gruppeneinteilung und -leitung
1. Die Wettkämpfe werden innerhalb geschlossener Gruppen
ausgetragen.
2. Ein Verein kann in einer Gruppe nur mit einer Mannschaft vertreten
sein.
3. In der letzten Gruppe können von einem Verein auch mehrere
Mannschaften starten.
Gruppen - Rundenwettkampfleitung
a) Kreisklassen - Kreissportleiter/in
b) Grundklassen - Kreissportleiter/in
c) Seniorenrunde - Referent/in Breitensport
4. Der/Die Kreissportleiter/in kann die Rundenwettkampfleitung auch
geeigneten Personen übertragen.
5. Die Gruppenstärke beträgt in allen Klassen fünf Mannschaften.
6. Sollte sich in einem Schützenkreis eine nicht durch fünf teilbare Zahl
von Mannschaften melden, können in den Grundklassen Gruppen aus
sechs oder vier Mannschaften gebildet werden.

VII. Auswechseln von Mannschaftsschütz(en)innen

1. Ist ein Verein nur mit einer Mannschaft an den Wettkämpfen beteiligt,
so kann er die Schütz(en)innen dieser Mannschaft nachrückend
auswechseln.
2. Sind jedoch mehrere Mannschaften beteiligt, können Schütz(en)innen
der höheren Mannschaften die unteren Mannschaften nicht, und
Schütz(en)innen der unteren Mannschaften die höheren Mannschaften
auffüllen.
3. Mannschaftsschütz(en)innen, die mehr als zweimal in den höheren
Klassen geschossen haben, sind an die Klasse ihres dreimaligen Einsatzes
gebunden.
4. Einsätze in verschiedenen Klassen werden zusammengezählt; die
Bindung gilt dann zunächst für die untere der höheren Klassen, in denen
sie geschossen haben.
5. Kein/e Schütz(e)in darf in einer Wettkampfsaison an mehr als zehn
Wettkämpfen teilnehmen. Dies gilt auch bei Vereinswechsel sowie für
Einsätze in der Bundes- und Regionalliga, ausgenommen die Auf- und
Abstiegswettkämpfe.
6. Die Auf- und Abstiegswettkämpfe gehören zur abgelaufenen Saison.
7. Bei Verstößen gegen diesen Punkt ist der/die Schütz(e)in für diesen
Wettkampf zu streichen.

VIII. Meldungen und Startgeld

1. Die Vereine melden der Rundenwettkampfleitung die Schießtage, an
denen sie ihre Heimwettkämpfe austragen können.
2. Meldetermine legen die Schützenkreise fest.
3. Das Startgeld wird von den Schützenkreisen festgelegt und ist auf
Anforderung an den jeweiligen Schützenkreis zu zahlen. Kommt der
Verein der Zahlungsaufforderung nicht fristgemäß nach, werden alle
Wettkämpfe, die zwischen dem Zahlungsziel und Zahlung liegen, mit Null
Ringen und 0:2 Punkten für den säumigen Verein gewertet.

IX. Termine

1. Die Wettkämpfe müssen in der Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember
eines Jahres durchgeführt werden.
2. Zurückziehen von Mannschaften für die nächste Saison ist nur bis zum
jeweiligen Meldetermin möglich.
3. Ausgefallene Wettkämpfe der Vorrunde müssen vor Beginn der
Rückrunde nachgeholt werden.
4. Die Rundenwettkampfleitung legt die Wettkampftermine (ggf. unter
Berücksichtigung der von den Vereinen gewünschten Heimschießtage)
fest.
5. Eine Vorverlegung der Wettkämpfe auf einen anderen Wochentag
innerhalb der Wettkampfwoche ist nur mit Zustimmung der gegnerischen
Mannschaft möglich.
6. Der Wettkampf muß an einem Tag geschossen werden.
7. Wird ein/e Mannschaftsschütz(e)in vom Deutschen Schützenbund,
Hessischen Schützenverband oder Schützengau eingesetzt, muß die
Rundenwettkampfleitung den Wettkampf auf Antrag verlegen.

X. Abwicklung der Wettkämpfe

1. Jede Mannschaft trägt gegen jede andere ihrer Gruppe zwei
Wettkämpfe, einen Vor- und Rückkampf, aus und ist bei ihrem
Heimwettkampf Veranstalter.
2. Die Mannschaften benennen je einen Mannschaftsführer/in.
3. Die Mannschaftsführer/innen überprüfen die vom Veranstalter
gestellten und vorbereiteten Wettkampfscheiben, zeichnen diese ab,
und füllen den Wettkampfbericht aus.
4. Die Mannschaftsführer/innen kontrollieren die bei jedem Wettkampf
vorzulegenden Wettkampfpässe und tragen vor Beginn des Wettkampfes
die Namen in den Wettkampfbericht und nach Ende des Wettkampfes das
Ergebnis und den Tag in die Wettkampfpässe ein.
5. Legt ein/e Mannschaftsschütz(e)in seinen/ ihren Wettkampfpaß zur
Kontrolle nicht vor, wird eine Strafe in Höhe von 3,00 EUR vom
Schützenkreis erhoben und der Wettkampfpaß muß innerhalb von 7
Tagen der Rundenwettkampfleitung vorgelegt werden. Nach
verstreichen dieser Frist wird das Ergebnis gestrichen. Im
Wettkampfbericht ist in der Rubrik " Pass-Nr" der Vermerk " ohne Pass"
einzutragen. Wird im Wettkampfbericht keine oder eine falsche
Passnummer eingetragen, so wird eine Strafgebühr von 20 Euro durch
den Schützenkreis vom gastgebenden Verein erhoben.
6. Verfügt der Veranstalter nicht über Wettkampfscheiben,
Scheibenstreifen oder elektronische Scheiben mit Zulassung des
Deutschen Schützenbundes oder des Hessischen Schützenverbandes wird
der Wettkampf von der Rundenwettkampfleitung auf den Ständen des
angereisten Vereins neu angesetzt. Der Schützenkreis erhebt vom
Veranstalter eine Strafgebühr in Höhe von 50,00 EUR.
7. Mit der Unterschrift der beiden Mannschaftsführer/innen ist das
Ergebnis verbindlich.
8. Besteht über die Bewertung von Schüssen Zweifel, sind die
Wettkampfscheiben oder Scheibenstreifen mit der Meldung einzusenden
(Kreisschützenmeister, Kreis- Rundewettkampfgericht).
9. Erscheint der Gegner nicht spätestens eine halbe Stunde nach dem
angesetzten Termin, erhält die erschienene Mannschaft den Wettkampf
mit 2:0 gewertet. Falls sich herausstellt, daß die fehlende Mannschaft
durch höhere Gewalt am rechtzeitigen Erscheinen gehindert war, findet
der Wettkampf an einem neu festzusetzenden Termin statt.
10. Fernwettkämpfe sowie Nachschießen sind unzulässig.
10.a Vorschießen nur mit Genehmigung der Gegnerischen
Wettkampfleitung möglich.
11. Eine Wettkampfverlegung auf einen früheren Termin ist nur mit
vorheriger schriftlicher Information der Rundenwettkampfleitung
möglich. Sie ist unter Beifügung der schriftlichen
Einverständniserklärung des Wettkampfgegners, vorher zu beantragen.
12. Verlegen beide Vereine ohne schriftliche Information der
Rundenwettkampfleitung einen Wettkampf, zahlen beide Vereine eine
Strafgebühr in Höhe von 25,00 EUR. an den Schützenkreis. Der
Wettkampf ist auf einem neutralen Stand zu wiederholen. Der neue
Termin wird von der Rundenwettkampfleitung festgelegt. Im
Wiederholungsfall beträgt die Strafgebühr 50,00 EUR. Beim dritten Mal
steigt die Mannschaft ab.

Xl. Wertung

1. Sieger eines Wettkampfes ist die Mannschaft mit dem höchsten
Gesamtergebnis.
2. Tritt eine Mannschaft nicht oder nicht vollständig an, wird vom
Schützenkreis eine Strafgebühr erhoben. Beim ersten Mal beträgt diese
25,00 EUR und beim zweiten mal 50,00 EUR. Tritt eine Mannschaft
während der Saison dreimal nicht oder nicht vollständig an, steigt sie
zusätzlich ab. Alle bis dahin geschossenen Wettkämpfe werden punktlos
gewertet. Schütz(en)innen, die durch ihren mehrmaligen Einsatz an
diese Klasse gebunden sind, können in unteren Klassen nicht mehr
eingesetzt werden. Die Anzahl der Einsätze in dieser Wettkampfs-Klasse
wird bei der Ermittlung der Gesamtzahl der Wettkämpfe im Sinne der
Ziffer VII. 5. angerechnet.
3. Für die Reihenfolge in der Gruppe sind maßgebend:
a) Die Anzahl der Pluspunkte.
b) Die gegeneinander geschossenen Ringzahlen der punktgleichen
Mannschaften.
c) Sind auch die Ringzahlen gleich, ist zur Ermittlung des Auf- oder
Abstiegsanwärters ein Entscheidungswettkampf erforderlich.
4. Die Erstplazierten ihrer Klasse sind Rundenwettkampfsieger dieser
Klasse.

XII. Auf- und Abstieg

1. Zur Ermittlung des Aufsteigers zur Gauliga findet eine
Aufstiegswettkampf zwischen den Schützenkreisen eines Schützengaues
statt.
2. Zwischen den Klassen findet ein Auf- und Abstieg statt. Der
Tabellenerste steigt auf und der Tabellenletzte ab.
3. Ist in einer Gruppe, die durch zusätzlichen Aufstieg in eine höhere
Liga / Gruppe ein Startplatz frei geworden, steigt die nächste Mannschaft
auf.
4. Wenn in einer Gruppe, der Tabellenletzte aus einer höheren Liga /
Klasse absteigt, muss der Vorletzte zusätzlich absteigen.

XIII. Ergebnismeldung

1. Das Ergebnis ist vom Veranstalter noch am Wettkampftag mit dem
Wettkampfbericht an den Rundenwettkampfleiter per Fax oder per Mail
abzusenden.
2. Die Meldung ist von beiden Mannschaftsführer(n)innen zu
unterzeichnen.
3. Für jede, nicht spätestens 3 Werktage nach dem Wettkampf bei der
Rundenwettkampfleitung eingehende Meldung wird vom Schützenkreis
eine Strafgebühr erhoben. Die Strafgebühr beträgt für verspätet
eingehende Meldungen beim erstenmal 10,00 EUR und bei jedem
weiteren mal 20,00 EUR.

XIV. Einsprüche

1. Für Einsprüche gelten die Bestimmungen der Sportordnung des
Deutschen Schützenbundes, soweit im Folgenden nichts anderes
bestimmt ist.
2. Einsprüche betreffend die Durchführung des Wettkampfes sind
während des Wettkampfes einzulegen und auf der Ergebnismeldung zu
vermerken.
3. Jeder betroffene Verein des Hessischen Schützenverbandes kann bei
Verstößen gegen die Rundenwettkampfordnung, Einspruch gegen die
Wertung des Wettkampfes einlegen.
4. Die Einspruchsbegründung muß innerhalb von drei Tagen nach dem
Wettkampf (Poststempel) an das zuständige
Kreisrundenwettkampfgericht eingereicht werden.
5. Berufungen gegen die Entscheidungen der
Kreisrundenwettkampfgerichte sind an das Landeswettkampfgericht zu
richten.
6. Die Berufungsentscheidungen sind endgültig.
7. Die Berufungsfrist beträgt zehn Tage nach der
Kreisrundenwettkampfgerichtsentscheidung (Poststempel).
8. Die Kreisrundenwettkampfgerichte bestehen aus jeweils fünf
Mitgliedern, die von den zuständigen Sportausschüssen jeweils vor
Beginn der Wettkampfsaison gewählt werden.
9. Bei Verhandlungen müssen mindestens drei neutrale Mitglieder des
Kreisrundenwettkampfgerichts anwesend sein.
10. Außer der Einspruchsgebühr in Höhe von 25,00 EUR. wird eine
Verwaltungsgebühr erhoben. Der Vorschuss für die Verwaltungsgebühr
beträgt beim Schützenkreis 50 EUR und beim Hessischen
Schützenverband 25;- EUR/ 100,; EUR
11. Dem Unterlegenen werden die tatsächlich entstandenen Kosten in
Rechnung gestellt.
12. Bei erfolgreichem Einspruch werden die Gebühren in voller Höhe
zurückerstattet.

Hessischer Schützenverband e.V.
60529 Frankfurt am Main ( Schwanheimer Bahnstraße 115
Telefon 069/935222-0 ( Telefax 069/935222-23 )
E-Mail: hess.schuetzen@t-online.de
Internet: www.hess-schuetzen.de
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